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Berliner Solo-VC Robin Capital schliesst zweiten 15-Millionen-Euro-Fonds für KI, Robotik und Raumfahrt

Berliner Solo-VC Robin Capital schliesst zweiten 15-Millionen-Euro-Fonds für KI, Robotik und Raumfahrt

Berliner Solo-VC Robin Capital schliesst zweiten 15-Millionen-Euro-Fonds für KI, Robotik und Raumfahrt

Berlin bekommt frisches Geld für junge Techfirmen. Die Berliner Beteiligungsgesellschaft Robin Capital hat ihren zweiten Fonds geschlossen. Das Volumen liegt bei 15 Millionen Euro. Damit verwaltet die Firma nun insgesamt 30 Millionen Euro über zwei Frühphasenfonds. Das berichtet das Fachportal EU-Startups am 3. November 2026. Der neue Fonds investiert in Startups aus den Bereichen künstliche Intelligenz, Unternehmenssoftware, Robotik, Verteidigung, Raumfahrt und DeepTech. Der Schwerpunkt liegt auf der Pre-Seed- und Seed-Phase, also auf den allerersten Finanzierungsrunden junger Unternehmen.

Was genau wurde bekannt?

Robin Capital Fund II ist der zweite Fonds der Firma. Der erste Fonds, ebenfalls 15 Millionen Euro gross, wurde 2024 geschlossen. Der neue Fonds hat bereits 17 Investitionen getätigt. Dazu gehören laut EU-Startups unter anderem SkySpy.ai, Marble Imaging und Helicity Space. Diese Unternehmen arbeiten in den Feldern Aufklärung, Verteidigung, Erdbeobachtung und Raumfahrttechnik. Das ist ein deutlicher Hinweis darauf, wohin sich der neue Fonds orientiert: stärker als bisher in Richtung neuer Technologien, autonomer Systeme und Weltrauminfrastruktur.

Gründer und General Partner Robin Haak kommentiert den Abschluss mit einem Satz, der das Modell der Firma gut beschreibt. Man nenne es Solo GP, doch nichts am Aufbau von Robin Capital sei je solo gewesen. Die Limited Partner, die Gründer und die Venture Partner machten das erst möglich. Die besten Partnerschaften im Venture Capital beruhten auf Vertrauen, Überzeugung und echter Hilfsbereitschaft. Das ist mehr als ein Werbespruch. Es beschreibt, wie ein Solo-Fonds überhaupt funktionieren kann: Eine Person trifft die Investitionsentscheidungen, doch ein Netzwerk aus erfahrenen Unternehmern und Investoren trägt die Arbeit mit.

Was ist ein Solo GP?

Solo GP steht für Solo General Partner. Bei einem klassischen Venture-Capital-Fonds entscheiden mehrere Partner gemeinsam. Bei einem Solo GP liegt die Entscheidung bei einer Person. Das hat Vor- und Nachteile. Entscheidungen fallen schneller, weil keine Partner-Runde abgestimmt werden muss. Gleichzeitig hängt alles an der Erfahrung und dem Urteil dieser einen Person. Robin Capital setzt deshalb auf ein breites Unterstützernetz. Laut EU-Startups gehören mehr als 100 erfahrene Operatoren zum Umfeld der Firma. Die Investorenbasis umfasst Unternehmer, Gründer von Einhörnern, Techmanager, Family Offices sowie Investoren mit Erfahrung in Venture Capital und Private Equity.

Robin Haak selbst bringt eine lange Geschichte im europäischen Tech-Ökosystem mit. 2013 gründete er Jobspotting mit, das später Teil von SmartRecruiters wurde. Dort war er Global COO und Managing Director. SmartRecruiters wurde später von SAP übernommen. Zuvor arbeitete Haak im Bereich Fusionen und Übernahmen bei Axel Springer. Er tätigte die erste institutionelle Investition in die deutsche Fintech-Firma N26 und war später General Partner bei der europäischen Wachstumsfirma Revaia. Über das vergangene Jahrzehnt hat er nach eigenen Angaben in mehr als 60 Unternehmen investiert, darunter sieben Einhörner wie N26, Algolia, Aircall und Coralogix.

Wie viel investiert Robin Capital pro Startup?

Die typische Investitionssumme liegt zwischen 100.000 und 600.000 Euro. Das ist klassisches Pre-Seed- und Seed-Ticket. In dieser Phase haben Startups oft noch kein fertiges Produkt am Markt oder erste Umsätze, aber eine klare Idee und ein Team. Für Gründer ist ein solcher Investor deshalb mehr als ein Geldgeber. Er ist oft der erste institutionelle Ansprechpartner, der bei der Suche nach Kunden, Mitarbeitern und Folgeinvestoren hilft. Der erste Fonds von Robin Capital hat laut EU-Startups unter anderem in Simsalasim, Uvionix, Paypercut und Xaver investiert. Der zweite Fonds legt den Schwerpunkt stärker auf neue Technologien, autonome Systeme und Weltrauminfrastruktur.

Neben den beiden Fonds hat Robin Capital drei eigene Wachstumsvehikel aufgelegt, sogenannte Special Purpose Vehicles. Sie unterstützen ARX Robotics, Almetra und Ground A. Diese Vehikel erlauben es der Investorengemeinschaft, sich an weiteren Finanzierungen zu beteiligen, die über die typische Pre-Seed- und Seed-Strategie hinausgehen.

Einordnung: Was der Abschluss über den deutschen Markt sagt

Der Abschluss von Robin Capital steht nicht allein. EU-Startups ordnet ihn in eine Reihe europäischer Frühphasen-Fonds ein, die 2026 bekannt wurden. In Deutschland schloss das Münchner Unternehmen Vanagon Ventures einen Fonds über 20 Millionen Euro für Pre-Seed-KI und DeepTech. Die Berliner Firmen Angel Invest und Auxxo sicherten sich 40 Millionen beziehungsweise 33,3 Millionen Euro. Aus Nürnberg kam ZOHO.VC mit einem ersten Closing über 7 Millionen Euro. Zusammen mit weiteren europäischen Ankündigungen aus Barcelona, Monaco und Belgien summieren sich die berichteten Fondskapitalien auf 141,3 Millionen Euro, mit Robin Capital auf 156,3 Millionen Euro.

Diese Zahlen zeigen zwei Dinge. Erstens: Frühphasenkapital ist in Europa weiterhin verfügbar, auch wenn die Summen kleiner sind als in den Boomjahren. Zweitens: Deutschland bleibt ein Schwerpunkt, denn Berlin und München tauchen in fast jeder Aufstellung auf. Für Gründer in Deutschland bedeutet das: Wer in KI, Robotik oder Raumfahrt gründet, findet weiterhin spezialisierte Investoren, die schon in der frühesten Phase einsteigen. Die Konkurrenz um diese Tickets ist allerdings gross.

Was Gründer von einem Solo-VC erwarten können

Ein Solo GP ist für Gründer ein besonderes Gegenüber. Auf der positiven Seite steht die Geschwindigkeit. Eine Person entscheidet, es gibt keine langen Partnerdiskussionen. Auf der anderen Seite sollten Gründer genau prüfen, wie viel Zeit der einzelne Partner für jedes Portfolio-Unternehmen hat. Robin Capital begegnet diesem Einwand mit seinem Netzwerk aus mehr als 100 Operatoren.

Auch die thematische Ausrichtung verdient einen genauen Blick. Robin Capital sucht laut EU-Startups Gründer, die grosse Märkte adressieren und skalierbare Geschäftsmodelle bauen können. Trotzdem zeigt das bisherige Portfolio des zweiten Fonds eine klare Richtung: Intelligenz, Verteidigung, Erdbeobachtung und Raumfahrt. Gründer aus diesen Feldern dürften besonders gut passen.

Ausblick: Ein dritter Fonds ist schon geplant

Robin Capital denkt bereits weiter. Laut EU-Startups plant die Firma einen dritten Frühphasenfonds, ebenfalls über 15 Millionen Euro. Ziel ist es, am Ende drei solcher Vehikel zu verwalten und insgesamt etwa 80 bis 90 Startups zu finanzieren. Ausserdem denkt die Firma über einen eigenen Wachstumsfonds nach, mit dem sie ausgewählte Portfoliounternehmen auch beim Skalieren weiter begleiten könnte. Für den Moment ist der Abschluss von Fonds II aber ein klares Signal: Ein Berliner Solo-VC sieht genug gute Frühphasen-Teams in Europa, um weitere 15 Millionen Euro zu investieren.

Frequently Asked Questions

Was ist Robin Capital?

Robin Capital ist eine Berliner Beteiligungsgesellschaft, die 2023 von Robin Haak gegründet wurde. Sie investiert in der Pre-Seed- und Seed-Phase in europäische Startups aus den Bereichen KI, Unternehmenssoftware, Robotik, Verteidigung, Raumfahrt und DeepTech.

Wie gross ist der neue Fonds?

Der zweite Fonds, Robin Capital Fund II, hat ein Volumen von 15 Millionen Euro. Zusammen mit dem ersten Fonds aus 2024 verwaltet die Firma damit 30 Millionen Euro. Der neue Fonds hat bereits 17 Investitionen getätigt.

Was bedeutet Solo GP?

Solo GP heisst, dass eine Person, der General Partner, die Investitionsentscheidungen trifft. Bei Robin Capital ist das Gründer Robin Haak. Er wird von einem Netzwerk aus Venture Partnern, Limited Partnern und mehr als 100 erfahrenen Operatoren unterstützt.

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