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Akku- und Datenfresser finden: So sehen Sie auf iPhone und Android, welche Apps am meisten verbrauchen

Akku- und Datenfresser finden: So sehen Sie auf iPhone und Android, welche Apps am meisten verbrauchen

Akku- und Datenfresser finden: So sehen Sie auf iPhone und Android, welche Apps am meisten verbrauchen

Ihr Handy ist mittags schon halb leer, obwohl Sie kaum telefoniert haben? Oder Ihr mobiles Datenvolumen ist plötzlich aufgebraucht, obwohl Sie kaum Videos geschaut haben? In den meisten Fällen steckt keine defekte Batterie dahinter, sondern eine oder wenige Apps, die im Hintergrund viel Strom oder Daten verbrauchen. Die gute Nachricht: Sie müssen keine zusätzliche App installieren, um das herauszufinden. iPhone und Android zeigen den Verbrauch direkt in den Einstellungen, nur an etwas unterschiedlichen Stellen.

In dieser Anleitung sehen Sie Schritt für Schritt, wo Sie die Werte finden, wie Sie sie richtig lesen und was Sie danach sinnvoll ändern können, ohne dass Ihr Handy weniger nützlich wird.

Schritt 1: Den Akkuverbrauch auf dem iPhone prüfen

Öffnen Sie auf dem iPhone die Einstellungen und tippen Sie auf Batterie. Dort sehen Sie oben den Batteriezustand in Prozent und darunter eine Liste der Apps mit ihrem Anteil am Akkuverbrauch. Sie können oben zwischen den letzten 24 Stunden und den letzten 10 Tagen wechseln. Die Ansicht über 10 Tage ist meist aussagekräftiger, weil ein einzelner Tag durch eine lange Videokonferenz oder eine Navigation verzerrt sein kann.

Tippen Sie auf eine App in der Liste, um mehr Details zu sehen. Das iPhone zeigt dann, wie lange die App auf dem Bildschirm aktiv war und wie lange sie im Hintergrund lief. Eine App, die stundenlang im Hintergrund läuft, obwohl Sie sie kaum geöffnet haben, ist ein klarer Kandidat für eine genauere Prüfung. Achten Sie auch auf die Angabe zur Bildschirmzeit. Eine App, die Sie selbst viel nutzen, darf natürlich viel verbrauchen. Auffällig wird es erst, wenn Hintergrundzeit und Verbrauch nicht zu Ihrer eigenen Nutzung passen.

Unter Einstellungen, Batterie, Batteriezustand sehen Sie in den meisten aktuellen Versionen außerdem die maximale Kapazität. Ein älterer Akku mit deutlich gesunkener Kapazität hält grundsätzlich kürzer, auch wenn keine App auffällig ist.

Schritt 2: Den Akkuverbrauch auf Android prüfen

Auf Android öffnen Sie die Einstellungen und tippen Sie auf Akku. Je nach Hersteller heißt der Punkt Akku, Akkunutzung oder Akkuverbrauch. Dort sehen Sie eine Liste der Apps und ihren Anteil am Verbrauch, oft mit einer Zeitangabe für die Nutzung im Vordergrund und im Hintergrund. Bei vielen Geräten können Sie den Zeitraum ändern, etwa auf die letzten 24 Stunden oder auf die volle Zeit seit dem letzten Aufladen.

Tippen Sie auf eine einzelne App, um Details zu sehen. Dort finden Sie in den meisten aktuellen Versionen Optionen wie Hintergrundaktivität zulassen oder einschränken. Wenn Sie die Hintergrundaktivität einer App einschränken, kann sie keine Daten mehr im Hintergrund abrufen, bis Sie sie wieder öffnen. Das spart oft deutlich Strom, kann aber auch bedeuten, dass Nachrichten erst beim Öffnen der App ankommen. Für Messenger, die Sie für dringende Nachrichten brauchen, sollten Sie diese Einstellung deshalb vorsichtig nutzen.

Schritt 3: Den mobilen Datenverbrauch prüfen

Ein hoher Akkuverbrauch und ein hoher Datenverbrauch hängen oft zusammen, weil Apps, die ständig Daten laden, auch den Prozessor und die Mobilfunkverbindung beschäftigen. Auf dem iPhone finden Sie den Datenverbrauch unter Einstellungen, Mobiles Netz. Scrollen Sie nach unten, um die Liste der Apps mit ihrem Verbrauch im aktuellen Abrechnungszeitraum zu sehen. Wichtig ist der Zeitraum: Das iPhone setzt diese Statistik nicht automatisch mit Ihrem Tarifmonat zurück. Tippen Sie ganz unten auf Statistiken zurücksetzen, am besten am ersten Tag Ihres Abrechnungszeitraums, damit die Werte zu Ihrem Tarif passen.

Auf Android öffnen Sie Einstellungen, Netzwerk und Internet oder Verbindungen, dann Datennutzung und Mobile Datennutzung. Dort sehen Sie den Verbrauch im gewählten Zeitraum und eine Liste der Apps. Tippen Sie auf eine App, um zu sehen, wie viele Daten sie im Vordergrund und im Hintergrund verbraucht hat. Dort können Sie in den meisten aktuellen Versionen auch die Hintergrunddatennutzung für einzelne Apps deaktivieren. Das ist besonders nützlich für Apps, die große Updates, Videos oder Backups über mobile Daten laden, obwohl WLAN verfügbar wäre.

Schritt 4: Die Ergebnisse richtig lesen

Nicht jede App mit hohem Verbrauch ist ein Problem. Karten-Apps verbrauchen bei Navigation viel Strom, Video-Apps verbrauchen viel Daten, und Social-Media-Apps laden ständig neue Inhalte. Entscheidend ist das Verhältnis zwischen Ihrer Nutzung und dem Verbrauch. Stellen Sie sich drei Fragen: Habe ich die App selbst so viel genutzt? Läuft sie auffällig lange im Hintergrund? Ist der Verbrauch erst seit kurzem hoch, etwa nach einem Update?

Schritt 5: Gezielt sparen, ohne Funktionen zu verlieren

Beginnen Sie mit den einfachsten Hebeln. Schalten Sie für Apps, die Sie selten brauchen, die Hintergrundaktualisierung aus. Auf dem iPhone finden Sie das unter Einstellungen, Allgemein, Hintergrundaktualisierung. Dort können Sie einzelne Apps deaktivieren oder die Funktion auf WLAN beschränken. Auf Android erreichen Sie einen ähnlichen Effekt über die Hintergrundaktivität der jeweiligen App oder über die Datennutzung, wo Sie Hintergrunddaten sperren können.

Prüfen Sie als Nächstes die Standortfreigabe. Viele Apps brauchen den Standort nur, während Sie sie nutzen. Unter Datenschutz und Sicherheit auf dem iPhone oder unter Standort in den Android-Einstellungen können Sie die Freigabe auf Nur bei Verwendung der App ändern. Das spart Strom und schützt zugleich Ihre Privatsphäre. Apps, die Sie für Navigation oder für das Finden Ihres Handys brauchen, sollten Sie dagegen weiterhin uneingeschränkt lassen.

Senken Sie außerdem die automatische Videoqualität in Streaming- und Social-Media-Apps, wenn Sie oft über mobile Daten schauen. Eine Stufe niedriger fällt auf einem kleinen Bildschirm kaum auf, spart aber deutlich Daten und Akku. Schalten Sie automatische Downloads und Backups für Fotos und Videos auf WLAN um.

Was Sie regelmäßig prüfen sollten

Ein einmaliger Check reicht oft für Monate, aber ein kurzer Blick pro Monat lohnt sich. Notieren Sie sich die drei Apps mit dem höchsten Verbrauch und vergleichen Sie sie nach einem Monat erneut. So erkennen Sie Trends, bevor Akku oder Datenvolumen plötzlich knapp wird.

Häufig gestellte Fragen

Warum verbraucht eine App im Hintergrund so viel Akku?

Apps im Hintergrund können Daten laden, den Standort abfragen oder Inhalte vorbereiten, auch wenn Sie sie nicht geöffnet haben. Das ist bei Nachrichten- und E-Mail-Apps oft gewollt, bei Spielen oder Shopping-Apps aber meist unnötig. Die Hintergrundaktivität lässt sich in den App-Einstellungen einschränken.

Ist ein hoher Verbrauch nach einem Update normal?

Ja, für einen oder zwei Tage kann das normal sein, weil das System Daten neu organisiert oder eine App neu indiziert. Bleibt der Verbrauch danach hoch, liegt meist eine Einstellung oder ein Fehler in der App vor. Ein Neustart und ein Blick auf die Hintergrundaktivität helfen dann weiter.

Muss ich eine App mit hohem Verbrauch sofort löschen?

Nein, löschen ist die letzte Stufe. Prüfen Sie zuerst Hintergrundaktualisierung, Standortfreigabe, Videoqualität und automatische Downloads. Erst wenn eine App trotz dieser Änderungen weiterhin auffällig viel verbraucht, lohnt sich eine Neuinstallation oder ein Wechsel zu einer schlankeren Alternative.

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