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Handy-Akku schonen: 10 einfache Tricks, mit denen Ihr Smartphone deutlich länger durchhält

Handy-Akku schonen: 10 einfache Tricks, mit denen Ihr Smartphone deutlich länger durchhält

Kennen Sie das? Morgens ist der Akku voll, mittags sind es noch 40 Prozent, und am späten Nachmittag sucht man verzweifelt nach einer Steckdose. Dabei liegt es oft nicht am Akku selbst, sondern an Einstellungen und Gewohnheiten, die unbemerkt Strom fressen. Die gute Nachricht: Mit ein paar einfachen Tricks können Sie die Laufzeit Ihres Smartphones deutlich verlängern, ohne auf die Funktionen zu verzichten, die Sie wirklich brauchen. Diese Anleitung funktioniert auf iPhone und Android, und die meisten Tipps sind in wenigen Minuten umgesetzt.

Trick 1: Die Bildschirmhelligkeit anpassen

Der Bildschirm ist in den meisten Fällen der größte Stromfresser im Handy. Je heller er leuchtet, desto schneller sinkt der Akkustand. Schalten Sie deshalb die automatische Helligkeit ein. Ihr Handy passt die Helligkeit dann an das Umgebungslicht an: hell im Freien, dunkel im Zimmer. Auf dem iPhone finden Sie diese Option unter Einstellungen, Bedienungshilfen, Anzeige und Textgröße. Auf Android-Handys steht sie in den Einstellungen unter Anzeige, oft direkt als adaptive Helligkeit.

Zusätzlich können Sie die Zeit verkürzen, nach der sich der Bildschirm automatisch ausschaltet. 30 Sekunden oder eine Minute reichen in den meisten Fällen völlig aus. Jedes Mal, wenn das Handy mit hellem Bildschirm auf dem Tisch liegt, während Sie gerade etwas anderes tun, geht wertvolle Energie verloren. Ein dunkles Design für Apps und Menüs spart auf Geräten mit OLED-Bildschirm ebenfalls Strom, weil schwarze Bildpunkte dort praktisch ausgeschaltet sind.

Trick 2: Den Stromsparmodus richtig nutzen

Fast jedes Handy hat heute einen Stromsparmodus. Auf dem iPhone heißt er Stromsparmodus, auf Android oft Energiesparmodus. Er drosselt Hintergrundaktivitäten, reduziert die Bildschirmhelligkeit und schränkt automatische Downloads ein. Viele Menschen schalten ihn erst bei 10 oder 20 Prozent Akku ein. Dabei lohnt es sich, ihn schon früher zu nutzen, etwa wenn Sie wissen, dass Sie lange ohne Steckdose unterwegs sind.

Auf dem iPhone können Sie den Stromsparmodus unter Einstellungen und Batterie einschalten. Auf Android finden Sie ihn meist unter Einstellungen und Akku. Einige Hersteller bieten zusätzlich einen extremen Stromsparmodus an, der fast alle Apps außer Telefon, SMS und wenigen ausgewählten Anwendungen abschaltet. Das ist ideal für lange Tage ohne Lademöglichkeit. Sie bleiben erreichbar, aber alles Unnötige ruht.

Trick 3: Hintergrundaktualisierungen und Standortzugriffe prüfen

Viele Apps aktualisieren sich im Hintergrund, auch wenn Sie sie gerade nicht benutzen. Sie laden neue Nachrichten, Wetterdaten oder Beiträge aus sozialen Netzwerken. Das ist bequem, kostet aber ständig Strom und Datenvolumen. Prüfen Sie, welche Apps das wirklich dürfen müssen. Eine Nachrichten-App oder ein Messenger sollte sich im Hintergrund aktualisieren dürfen. Ein Spiel oder eine Shopping-App muss das nicht.

Auf dem iPhone finden Sie diese Einstellung unter Einstellungen, Allgemein, Hintergrundaktualisierung. Dort können Sie einzelne Apps abschalten oder die Funktion ganz auf WLAN beschränken. Auf Android heißt die Option meist Hintergrundaktivität und steht in den App-Einstellungen oder unter Akku. Ähnlich verhält es sich mit dem Standort: Stellen Sie den Standortzugriff auf Nur bei Verwendung der App, statt auf Immer. Ihr Handy muss dann nicht ständig per GPS nach Ihrem Standort suchen.

Trick 4: WLAN, Bluetooth und mobile Daten bewusst steuern

Ihr Handy sucht ständig nach WLAN-Netzen und Bluetooth-Geräten in der Nähe. Das ist praktisch, wenn Sie sich oft mit bekannten Netzen verbinden, kostet aber auch Strom. Wenn Sie unterwegs sind und kein WLAN brauchen, schalten Sie WLAN einfach aus. Gleiches gilt für Bluetooth, wenn Sie gerade keine Kopfhörer oder eine Smartwatch verbunden haben. Beides lässt sich über das Kontrollzentrum oder die Schnelleinstellungen mit einem Fingertipp ein- und ausschalten.

Ein weiterer Stromfresser ist eine schwache Mobilfunkverbindung. In Gebieten mit schlechtem Empfang erhöht Ihr Handy die Sendeleistung, um die Verbindung zu halten. Das merken Sie zum Beispiel in Zügen, Kellern oder ländlichen Gebieten. Wenn Sie dort ohnehin nicht telefonieren oder surfen müssen, hilft der Flugmodus. Er schaltet alle Funkverbindungen ab und stoppt den ständigen Suchvorgang.

Trick 5: Benachrichtigungen ausmisten

Jede Benachrichtigung weckt den Bildschirm auf, lässt das Handy vibrieren oder spielt einen Ton ab. Einzeln ist das wenig, aber über den Tag verteilt summiert sich das. Gehen Sie einmal durch Ihre Benachrichtigungseinstellungen und fragen Sie sich bei jeder App: Muss ich das sofort wissen? Bei Anrufen, Nachrichten von Familie und Freunden und Terminerinnerungen lautet die Antwort vermutlich ja. Bei Spielen, Shopping-Angeboten und den meisten sozialen Netzwerken oft nein.

Schalten Sie unwichtige Benachrichtigungen ganz aus oder stellen Sie sie auf stumm, sodass sie nur in der Übersicht erscheinen, ohne den Bildschirm zu wecken. Auf dem iPhone geht das unter Einstellungen und Mitteilungen, auf Android unter Einstellungen und Benachrichtigungen. Viele Handys bieten zusätzlich eine Funktion für geplante Zusammenfassungen an, bei der unwichtige Meldungen nur zu festen Zeiten zugestellt werden. Das schont nicht nur den Akku, sondern auch Ihre Konzentration.

Trick 6: Apps, die heimlich Strom fressen, finden

Manchmal ist eine einzelne App für einen überraschend hohen Akkuverbrauch verantwortlich. In den Akku-Einstellungen sehen Sie, welche Apps in den letzten 24 Stunden am meisten Strom verbraucht haben. Finden Sie dort eine App weit oben, die Sie kaum benutzen, lohnt sich ein genauerer Blick. Vielleicht läuft sie im Hintergrund weiter, obwohl Sie sie schon geschlossen haben.

Auf dem iPhone sehen Sie das unter Einstellungen und Batterie, auf Android unter Einstellungen und Akku und Akkuverbrauch. Tippen Sie auf die auffällige App und prüfen Sie, ob Sie ihre Hintergrundaktivität einschränken können. Manchmal hilft es auch, die App einmal zu aktualisieren, weil ein Fehler in einer älteren Version den hohen Verbrauch verursacht. Falls eine App dauerhaft viel Strom frisst und Sie sie selten brauchen, deinstallieren Sie sie.

Trick 7: Automatische Videos und Downloads begrenzen

Videos, die in sozialen Netzwerken automatisch abspielen, sind echte Akkufresser. Sie belasten Bildschirm, Prozessor und Datenverbindung gleichzeitig. Stellen Sie in Ihren häufig genutzten Apps die automatische Videowiedergabe aus oder beschränken Sie sie auf WLAN. Das finden Sie meist in den App-Einstellungen unter Datenverbrauch oder Medien. Auch automatische Downloads von Podcast-Folgen, App-Updates und Fotosicherungen sollten Sie auf WLAN beschränken.

Ein verwandter Tipp betrifft die Fotosicherung. Wenn Ihr Handy jedes Foto sofort in die Cloud hochlädt, sobald Sie es aufnehmen, kostet das ebenfalls Strom. Stellen Sie die Sicherung so ein, dass sie nur bei WLAN und am besten nur beim Laden stattfindet. Ihre Fotos sind dann trotzdem gesichert, nur eben etwas später und deutlich sparsamer.

Trick 8: Richtig laden, statt ständig nachzuladen

Wie Sie laden, beeinflusst nicht nur die Laufzeit an einem Tag, sondern auch die Lebensdauer des Akkus über Jahre. Moderne Akkus mögen keine Extreme. Es ist nicht nötig, den Akku immer bis 100 Prozent zu laden oder erst bei 0 Prozent wieder anzustecken. Am schonendsten ist es, den Akkustand meistens zwischen etwa 20 und 80 Prozent zu halten. Viele Handys bieten inzwischen eine Option für optimiertes Laden an, die das Laden über Nacht verlangsamt und erst kurz vor dem Aufstehen auf 100 Prozent geht. Schalten Sie diese Funktion ein, falls Ihr Handy sie anbietet.

Vermeiden Sie außerdem Hitze beim Laden. Ein Handy, das beim Laden in der prallen Sonne liegt oder unter einer Decke steckt, wird heiß, und Hitze schadet dem Akku am meisten. Laden Sie möglichst bei normaler Zimmertemperatur und nehmen Sie eine dicke Hülle ab, wenn das Handy beim Laden warm wird.

Trick 9: Widgets und animierte Hintergründe reduzieren

Widgets auf dem Startbildschirm zeigen Wetter, Kalender oder Nachrichten an. Praktisch, aber jedes Widget aktualisiert sich regelmäßig und verbraucht dadurch Strom. Behalten Sie nur die Widgets, die Sie wirklich täglich nutzen, und entfernen Sie den Rest. Gleiches gilt für animierte Hintergrundbilder. Ein Live-Hintergrundbild, das sich ständig bewegt, sieht schick aus, kostet aber dauerhaft Energie. Ein einfaches, dunkles Hintergrundbild ist die sparsamere Wahl.

Auch die Tastatur kann Strom sparen: Haptisches Feedback, also das leichte Vibrieren bei jedem Tippen, ist angenehm, verbraucht aber bei vielen Nachrichten am Tag messbar Energie. Wenn Sie das Vibrieren nicht brauchen, schalten Sie es in den Tastatureinstellungen aus.

Trick 10: Das Handy ab und zu neu starten

Ein einfacher, oft vergessener Trick ist der Neustart. Wie ein Computer sammelt auch ein Handy im Laufe der Zeit kleine Fehler an: Apps, die im Hintergrund hängen geblieben sind, Prozesse, die nicht richtig beendet wurden. Ein Neustart einmal pro Woche räumt das auf und kann spürbar Strom sparen. Schalten Sie das Handy dafür komplett aus, warten Sie einen Moment und schalten Sie es wieder ein. Das dauert keine zwei Minuten und sorgt oft dafür, dass alles wieder rund läuft.

Wenn Sie alle zehn Tricks umsetzen, werden Sie den Unterschied wahrscheinlich schon am ersten Tag merken. Fangen Sie mit den größten Hebeln an: Bildschirmhelligkeit, Stromsparmodus und Hintergrundaktualisierungen. Sie müssen nicht auf Ihr Handy verzichten, um Strom zu sparen. Es geht darum, dass Ihr Handy nur dann arbeitet, wenn Sie es wirklich brauchen.

Frequently Asked Questions

Schadet es dem Akku, das Handy über Nacht zu laden?

Moderne Handys stoppen den Ladevorgang bei 100 Prozent automatisch, sodass Überladen kein Problem mehr ist. Schonender ist es trotzdem, die Funktion für optimiertes Laden zu nutzen, die das Handy über Nacht langsamer lädt. Hitze beim Laden schadet dem Akku mehr als die Ladedauer selbst.

Sollte ich den Akku immer komplett leer werden lassen, bevor ich lade?

Nein, das ist ein alter Mythos aus der Zeit früherer Akkutypen. Moderne Lithium-Akkus mögen keine Extreme. Am besten halten Sie den Akkustand meistens zwischen etwa 20 und 80 Prozent. Ein gelegentliches vollständiges Entladen ist nicht nötig und schadet eher, als dass es hilft.

Bringt der Flugmodus wirklich etwas für den Akku?

Ja, besonders in Gebieten mit schlechtem Empfang. Dort erhöht das Handy die Sendeleistung, um die Verbindung zu halten. Der Flugmodus stoppt diesen ständigen Suchvorgang. Wenn Sie ohnehin nicht erreichbar sein müssen, ist er eine einfache Möglichkeit, Strom zu sparen.

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