Familienfreigabe auf iPhone und Android einrichten: Käufe, Abos und Standort für die Familie teilen
Ein Familienabo hier, ein geteilter Cloud-Speicher dort, und plötzlich zahlen alle in der Familie doppelt für denselben Dienst. Die Familienfreigabe auf iPhone und Android löst genau dieses Problem. Sie verbindet bis zu sechs Familienmitglieder in einer Gruppe, in der Käufe, Abonnements, Speicher und sogar der Standort geteilt werden können. Wer sie einmal eingerichtet hat, spart Geld und hat weniger zu verwalten. Diese Anleitung zeigt, wie die Einrichtung auf beiden Systemen funktioniert.
Die Grundidee ist auf iPhone und Android ähnlich. Eine Person wird Organisator oder Organisatorin der Gruppe und lädt die anderen Mitglieder ein. Der Organisator bezahlt gemeinsame Käufe und legt fest, was geteilt wird. Kinder bekommen eigene Konten mit zusätzlichen Schutzfunktionen.
Was die Familienfreigabe kann
Auf dem iPhone heißt die Funktion Familienfreigabe und ist direkt in die Einstellungen eingebaut. Bis zu sechs Personen können einer Familiengruppe angehören. Geteilt werden können App-Käufe und In-App-Käufe, Abonnements wie Apple Music Familie oder Apple TV+, der iCloud-Speicher und der Standort über die App Wo ist?. Für Kinder gibt es die Kaufanfrage: Eltern müssen einen Kauf erst freigeben, bevor er ausgeführt wird. So gibt es keine Überraschungen auf der Abrechnung.
Auf Android läuft die Familienfreigabe über das Google-Konto und heißt Familiengruppe. Auch hier können bis zu sechs Personen teilnehmen. Geteilt werden können die Familienmediathek im Google Play Store, Abonnements wie YouTube Premium Familie oder Google One und der Standort über Google Maps. Für Kinder unter 13 Jahren richtet man das Konto mit der App Family Link ein. Damit lassen sich Bildschirmzeit, App-Installationen und Inhalte altersgerecht steuern.
Wichtig ist, dass die Familienfreigabe nur innerhalb einer Plattform funktioniert. Eine iPhone-Familiengruppe kann keine Android-Geräte aufnehmen und umgekehrt.
Schritt 1: Familienfreigabe auf dem iPhone einrichten
Öffnen Sie auf dem iPhone die Einstellungen und tippen Sie ganz oben auf Ihren Namen. Dort finden Sie den Eintrag Familie. Tippen Sie darauf und dann auf Familienmitglied hinzufügen, um die Einrichtung zu starten. Das iPhone führt Sie in den aktuellen Versionen Schritt für Schritt durch die Auswahl der Dienste, die Sie teilen möchten.
Sie können nun Familienmitglieder per iMessage oder über ihre Apple-ID einladen. Die eingeladene Person muss die Einladung auf ihrem eigenen Gerät annehmen. Kinder unter 13 Jahren bekommen direkt über die Familienfreigabe ein eigenes Apple-Konto.
Prüfen Sie nach der Einrichtung, welche Dienste tatsächlich geteilt werden. Unter Einstellungen, Ihrem Namen und Familie sehen Sie alle Mitglieder und können für jeden Dienst einzeln festlegen, ob er geteilt wird. Der iCloud-Speicher lässt sich erst teilen, wenn ein iCloud+-Abo mit mindestens 200 GB vorhanden ist.
Schritt 2: Familiengruppe auf Android einrichten
Auf Android öffnen Sie die Google Play Store App und tippen oben rechts auf Ihr Profilbild. Gehen Sie zu Einstellungen und dann zu Familie. Dort können Sie eine Familiengruppe erstellen und Familienmitglieder einladen. Alternativ lässt sich die Gruppe auch über die Family Link App oder in den Kontoeinstellungen unter Google und Familienfreigabe verwalten. Die genauen Menünamen können je nach Hersteller und Android-Version leicht abweichen.
Die Einladung erfolgt über die Google-E-Mail-Adresse der Person. Für Kinder richten Sie das Konto am besten mit der Family Link App ein. Damit legen Sie fest, welche Apps das Kind installieren darf, wie lange es das Handy nutzen kann und welche Inhalte es sehen darf.
Der Familienmanager hinterlegt eine Zahlungsmethode, über die gemeinsame Käufe abgerechnet werden. Jedes Mitglied kann trotzdem eigene Zahlungsmethoden für private Käufe behalten. Nicht alle Apps und Filme sind teilbar, weil Entwickler die Familienfreigabe für einzelne Inhalte ausschließen können.
Schritt 3: Käufe und Abos richtig teilen
Nach der Einrichtung lohnt es sich, die geteilten Dienste einmal durchzugehen. Auf dem iPhone prüfen Sie unter Einstellungen, Ihrem Namen und Familie, welche Abonnements geteilt werden. Ein Familienabo für Apple Music oder Apple TV+ kostet nur wenig mehr als ein Einzelabo und deckt alle Mitglieder ab.
Auf Android finden Sie die geteilten Dienste in der Play Store App unter Einstellungen und Familie. Die Familienmediathek teilt gekaufte Apps, Spiele, Filme und Bücher mit allen Mitgliedern. Ein geteiltes Google-One-Abo stellt den Cloud-Speicher für die ganze Gruppe bereit. YouTube Premium Familie schaltet werbefreie Videos und Musik für alle frei. Prüfen Sie bei jedem Abo, ob die Familienversion günstiger ist als mehrere Einzelabos.
Der Organisator sieht alle gemeinsamen Käufe in der Abrechnung. Bei Kindern ist die Kaufanfrage besonders sinnvoll, weil jede Ausgabe erst von einem Elternteil bestätigt werden muss.
Schritt 4: Standort und Bildschirmzeit im Blick behalten
Die Familienfreigabe kann auch den Standort der Mitglieder teilen. Auf dem iPhone läuft das über die App Wo ist?. Jedes Mitglied entscheidet selbst, ob es seinen Standort mit der Familie teilt. Der Standort lässt sich jederzeit wieder ausschalten.
Auf Android teilt man den Standort über Google Maps. In der App gibt es die Funktion Standortfreigabe, mit der Sie Ihren Standort mit einzelnen Personen teilen. Auch hier entscheidet jedes Mitglied selbst, ob es seinen Standort teilt.
Für Kinder ist die Bildschirmzeit ein wichtiger Teil der Familienfreigabe. Auf dem iPhone stellen Eltern unter Bildschirmzeit Limits für Apps und die Gerätenutzung ein. Auf Android übernimmt das die Family Link App. Dort lassen sich tägliche Zeitlimits, eine Schlafenszeit und Altersfreigaben für Apps festlegen.
Häufige Fehler und Lösungen
Ein häufiger Fehler ist, dass eine Einladung nicht ankommt. Prüfen Sie in diesem Fall, ob die E-Mail-Adresse oder Apple-ID richtig geschrieben ist und ob die Einladung im Spam-Ordner gelandet ist. Auf dem iPhone kann der Organisator die Einladung unter Einstellungen, seinem Namen und Familie erneut senden. Auf Android lässt sich die Einladung in den Familieneinstellungen ebenfalls erneut verschicken.
Manchmal lässt sich ein Dienst nicht teilen, obwohl die Gruppe eingerichtet ist. Das liegt oft daran, dass der Dienst selbst keine Familienfreigabe unterstützt. Prüfen Sie in den Einstellungen des jeweiligen Dienstes, ob eine Familienversion angeboten wird. Bei Apple Music muss zum Beispiel das Familienabo aktiv sein, damit alle Mitglieder Musik hören können.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Personen können einer Familiengruppe beitreten?
Sowohl bei Apple als auch bei Google können bis zu sechs Personen einer Familiengruppe angehören: der Organisator und bis zu fünf weitere Mitglieder. Eine Person kann immer nur in einer Familiengruppe Mitglied sein.
Muss ich für die Familienfreigabe bezahlen?
Die Familienfreigabe selbst ist kostenlos. Kosten entstehen nur für die Dienste, die Sie teilen, etwa ein Familienabo für Musik oder ein größerer Cloud-Speicher. In vielen Fällen ist die Familienversion günstiger als mehrere Einzelabos zusammen.
Kann ich die Familienfreigabe jederzeit wieder verlassen?
Ja, jedes erwachsene Mitglied kann die Gruppe jederzeit verlassen, auf dem iPhone unter Einstellungen, Ihrem Namen und Familie, auf Android in den Familieneinstellungen des Google-Kontos. Geteilte Käufe und Abos stehen nach dem Verlassen nicht mehr zur Verfügung.



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