Blaufilter und Lesemodus auf dem Handy aktivieren: So schonen Sie Ihre Augen am Abend
Wer abends noch lange auf dem Handy liest, kennt das Gefühl: Die Augen brennen, der Bildschirm wirkt grell, und das Einschlafen fällt schwer. Ein Blaufilter kann hier helfen. Er färbt das Display wärmer und reduziert den blauen Lichtanteil, der am Abend besonders anstrengend für die Augen ist. Auf dem iPhone heißt die Funktion Night Shift, auf Android Nachtlicht oder Augenkomfort. Diese Anleitung zeigt, wie Sie den Filter auf beiden Systemen einschalten, einen Zeitplan einrichten und ihn sinnvoll mit dem Lesemodus kombinieren.
Was ein Blaufilter bringt
Handydisplays strahlen viel blaues Licht ab, das dem Tageslicht ähnelt. Tagsüber ist das kein Problem, abends kann es die Augen ermüden und das Einschlafen erschweren. Der Körper verbindet helles, bläuliches Licht mit Wachheit.
Ein Blaufilter ändert die Farbtemperatur des Displays. Weiß wird wärmer, Blau wird gedämpft. Die meisten Nutzer empfinden das Lesen damit am Abend als angenehmer. Wer regelmäßig vor dem Schlafen noch Nachrichten liest oder ein E-Book öffnet, merkt den Unterschied meist schon nach wenigen Tagen.
Night Shift auf dem iPhone einschalten
Auf dem iPhone finden Sie die Funktion unter Einstellungen und dann Anzeige und Helligkeit und Night Shift. Dort können Sie den Filter manuell einschalten oder einen Zeitplan festlegen. Tippen Sie auf Geplant und wählen Sie Von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang oder einen eigenen Zeitraum, etwa von 20 Uhr bis 7 Uhr. Das Handy schaltet den Filter dann jeden Abend automatisch ein und morgens wieder aus.
Mit dem Schieberegler Farbtemperatur stellen Sie ein, wie warm der Bildschirm werden soll. Je weiter rechts der Regler steht, desto gelber wird das Display. Für den Anfang ist die mittlere Einstellung ein guter Kompromiss: Der Bildschirm wirkt warm, aber Texte bleiben gut lesbar. Ist Ihnen das Bild zu gelb, schieben Sie den Regler etwas zurück.
Schneller geht es über das Kontrollzentrum. Wischen Sie vom oberen rechten Bildschirmrand nach unten, halten Sie den Helligkeitsregler gedrückt und tippen Sie auf Night Shift. Damit schalten Sie den Filter bis zum nächsten Morgen ein oder aus, ohne in die Einstellungen zu gehen.
Nachtlicht auf Android einschalten
Auf Android heißt die Funktion je nach Hersteller Nachtlicht, Nachtmodus oder Augenkomfort. Sie finden sie unter Einstellungen und dann Display und dann Nachtlicht. Dort können Sie den Filter sofort einschalten und einen Zeitplan festlegen, etwa von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang.
Die Stärke des Filters stellen Sie mit dem Regler Intensität ein. Ein schwacher Filter verändert die Farben kaum, ein starker Filter macht das Bild deutlich wärmer. Probieren Sie aus, welche Stufe für Sie angenehm ist. Auf Samsung-Handys finden Sie die Funktion unter Einstellungen und Display und Augenkomfort, mit einem eigenen Schieberegler für die Farbtemperatur.
Auch auf Android gibt es einen schnellen Weg: Wischen Sie zweimal vom oberen Bildschirmrand nach unten, um die Schnelleinstellungen zu öffnen, und tippen Sie auf Nachtlicht. Das Symbol ist in den meisten aktuellen Android-Versionen bereits vorhanden. Fehlt es, tippen Sie auf das Stiftsymbol und fügen Sie die Kachel hinzu.
Lesemodus für längere Texte nutzen
Neben dem Blaufilter gibt es auf vielen Handys einen Lesemodus, der das Lesen längerer Texte erleichtert. Auf dem iPhone aktivieren Sie ihn in Safari, indem Sie in der Adressleiste auf das Symbol für die Reader-Ansicht tippen. Die Seite wird dann ohne Werbung und ohne störende Elemente angezeigt, nur der Text und die Bilder bleiben. Schriftgröße und Hintergrund lassen sich dort ebenfalls anpassen.
Auf Android bietet der Chrome-Browser eine vereinfachte Ansicht an. Tippen Sie im Menü auf Vereinfachte Ansicht, sofern die Option angeboten wird, und der Artikel erscheint in einer ruhigen, gut lesbaren Form. Auch viele E-Book- und Nachrichten-Apps haben einen eigenen Lesemodus mit einstellbarer Schriftgröße und einem warmen Hintergrund.
Kombinieren Sie Blaufilter und Lesemodus, wenn Sie abends länger lesen. Der Filter macht das Licht wärmer, der Lesemodus nimmt dem Text die Ablenkung. Zusammen sind sie die einfachste Möglichkeit, das Handy am Abend augenfreundlicher zu machen.
Helligkeit richtig einstellen
Ein Blaufilter allein reicht nicht, wenn die Helligkeit zu hoch steht. Ein sehr helles Display belastet die Augen auch mit Filter. Stellen Sie die Helligkeit abends manuell herunter oder schalten Sie die automatische Helligkeit ein, damit das Handy sie an das Umgebungslicht anpasst.
Auf dem iPhone finden Sie die automatische Helligkeit unter Einstellungen und Bedienungshilfen und Anzeige und Textgröße und dann Helligkeit automatisch. Auf Android liegt sie unter Einstellungen und Display und Adaptive Helligkeit. In einem dunklen Zimmer regelt das Handy die Helligkeit dann von selbst herunter.
Ein weiterer Tipp: Halten Sie beim Lesen etwas Abstand zum Display und blinzeln Sie bewusst öfter. Viele Menschen blinzeln am Bildschirm seltener, und die Augen trocknen dadurch schneller aus. Eine kurze Pause alle zwanzig Minuten, in der Sie in die Ferne schauen, hilft ebenfalls.
Häufige Probleme und Lösungen
Der Bildschirm bleibt tagsüber gelb: Dann ist der Zeitplan falsch eingestellt oder der Filter wurde manuell eingeschaltet. Prüfen Sie unter Night Shift oder Nachtlicht, ob ein Zeitplan aktiv ist, und schalten Sie den Filter für den Tag aus.
Der Filter lässt sich nicht finden: Auf älteren Android-Handys fehlt die Funktion manchmal. Prüfen Sie, ob ein Systemupdate verfügbar ist, oder suchen Sie in den Einstellungen nach Nachtlicht oder Augenkomfort. Ist sie gar nicht vorhanden, gibt es kostenlose Apps aus dem Play Store, die denselben Effekt erzeugen.
Fotos sehen mit Filter verfälscht aus: Das ist normal, denn der Filter verändert alle Farben auf dem Bildschirm. Wenn Sie Fotos bearbeiten oder Farben beurteilen möchten, schalten Sie den Filter vorher aus.
Frequently Asked Questions
Was ist der Unterschied zwischen Blaufilter und Dunkelmodus?
Der Blaufilter verändert die Farbtemperatur des Displays und macht das Bild wärmer, indem er den blauen Lichtanteil reduziert. Der Dunkelmodus kehrt dagegen helle Flächen in dunkle um, sodass der Bildschirm insgesamt weniger Licht abgibt. Beide Funktionen lassen sich gut kombinieren: Der Dunkelmodus spart Licht, der Blaufilter macht das restliche Licht wärmer und augenfreundlicher.
Schadet blaues Licht vom Handy den Augen dauerhaft?
Nach dem heutigen Stand der Forschung gibt es keinen Nachweis, dass die blaue Lichtmenge eines Handydisplays die Augen dauerhaft schädigt. Das Licht ist deutlich schwächer als Tageslicht. Was dagegen gut belegt ist: Helles, bläuliches Licht am Abend kann die Augen ermüden und das Einschlafen erschweren. Ein Blaufilter hilft also vor allem beim Komfort und beim besseren Schlaf, nicht gegen eine Krankheit.
Kann ich den Blaufilter automatisch nur abends einschalten?
Ja, auf iPhone und Android lässt sich ein Zeitplan einrichten. Auf dem iPhone wählen Sie unter Night Shift die Option Geplant und dann Von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang oder einen eigenen Zeitraum. Auf Android finden Sie unter Nachtlicht dieselben Einstellungen. Der Filter schaltet sich dann jeden Abend automatisch ein und morgens wieder aus, ohne dass Sie etwas tun müssen.



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