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Digitaler Führerschein kommt Ende November 2026 in die i-Kfz-App

Digitaler Führerschein kommt Ende November 2026 in die i-Kfz-App

Digitaler Führerschein kommt Ende November 2026 in die i-Kfz-App

Der Führerschein wandert aufs Handy. Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums soll der digitale Führerschein noch Ende November 2026 in der i-Kfz-App des Kraftfahrt-Bundesamts starten. Das Ministerium bestätigte den engeren Zeitplan gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, wie BILD, ntv und heise am 3. November 2026 berichteten. Bislang war nur von einem Start bis Ende des Jahres die Rede. Ein exaktes Datum steht laut den Berichten noch aus, doch die Richtung ist klar: Die Plastikkarte bekommt eine digitale Ergänzung, die im Inland die Mitführpflicht ersetzt.

Für Millionen Autofahrer ist das eine spürbare Alltagsänderung. Wer kontrolliert wird, soll künftig das Smartphone vorzeigen können, statt im Portemonnaie nach der Karte zu suchen. Dieser Artikel fasst zusammen, was bislang bestätigt ist, was Sie zur Einrichtung brauchen und wo die Karte weiterhin unverzichtbar bleibt.

Was genau startet Ende November

Der digitale Führerschein wird in die bereits bestehende i-Kfz-App integriert. Eine neue App müssen Sie dafür nicht installieren. Die App stammt vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) und wurde gemeinsam mit der Bundesdruckerei im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums gebaut. Sie ist kostenlos für Android und iOS erhältlich und war bis August 2026 bereits auf mehr als zwei Millionen Smartphones installiert.

Seit November 2025 können Fahrzeughalter in der App schon die Zulassungsbescheinigung Teil I, also den Fahrzeugschein, digital speichern und bei Kontrollen vorzeigen. Wichtig ist die Einordnung: Der digitale Nachweis ergänzt die Plastikkarte, er schafft sie nicht ab. Ihre Karte bleibt gültig, und Sie können sie weiterhin ganz normal nutzen.

Die rechtliche Grundlage steht seit Mitte Oktober 2026. Das Fünfte Gesetz zur Änderung des Straßenverkehrsgesetzes schuf mit dem neuen Paragrafen 2d StVG die Möglichkeit, einen digitalen Führerschein beim KBA zu beantragen. Nach einer Bekanntmachung im Bundesgesetzblatt gelten die entsprechenden Regeln seit dem 14. Oktober 2026. Anspruch haben Inhaber eines gültigen deutschen Kartenführerscheins, der ab dem 1. Januar 1999 ausgestellt wurde. Mit der Bestätigung gegenüber der FAS ist der Zeitplan nun enger gefasst.

So funktioniert die Einrichtung

Die Einrichtung läuft über den elektronischen Identitätsnachweis Ihres Personalausweises. Das ist der Schritt, der die digitale Fahrerlaubnis an Ihre Person bindet und Missbrauch erschweren soll.

Erstens brauchen Sie ein Smartphone mit NFC. Die meisten neueren Geräte haben diese Nahfunktechnik eingebaut, mit der der Ausweis ausgelesen wird. Zweitens muss das Betriebssystem aktuell genug sein: iOS 17 oder neuer beziehungsweise Android 12 oder neuer werden laut den Berichten vorausgesetzt. Drittens benötigen Sie einen Personalausweis mit aktivierter Online-Ausweisfunktion, kurz eID, und die dazugehörige sechsstellige PIN.

Der Ablauf selbst ist überschaubar: Laden Sie die kostenlose i-Kfz-App aus dem App Store oder dem Play Store, melden Sie sich mit der eID an und hinterlegen Sie den digitalen Führerschein in der App. Einmal heruntergeladen, wird der Nachweis lokal auf dem Smartphone gespeichert und lässt sich auch ohne Netzverbindung anzeigen. Nur die Ersteinrichtung und spätere Aktualisierungen brauchen eine Internetverbindung. Genau dieses Prinzip gilt bereits für den digitalen Fahrzeugschein, und für den Führerschein soll dasselbe gelten.

Ein Detail ist noch offen: Das Lichtbild soll das KBA nach den Berichten aus den Pass- und Personalausweisregistern beziehen, wenn Sie in der App einwilligen. Solange dieser Abruf technisch nicht funktioniert, darf der digitale Führerschein nach einer Übergangsregel zunächst auch ohne Foto ausgegeben werden. Ob die Version, die Ende November startet, das Foto schon enthält, ist bislang nicht bekannt.

Was im Inland gilt und was im Ausland anders ist

Innerhalb Deutschlands ändert sich für Sie konkret etwas: Sobald der digitale Führerschein freigeschaltet und rechtlich nutzbar ist, befreit er Sie von der Mitführpflicht der Plastikkarte. Sie dürfen die Karte also zu Hause lassen, wenn Sie den digitalen Nachweis auf dem Handy dabeihaben und seine Überprüfung ermöglichen. Das ist der Kern des neuen Angebots, und genau so beschreibt es auch die Bundesregierung: eine Erleichterung im Alltag, kein Zwang zum Umstieg.

Im Ausland gilt das nicht. Wer über die Grenze fährt, muss weiterhin den klassischen Kartenführerschein mitnehmen. Der digitale Nachweis ist zunächst nur in Deutschland gültig. Eine EU-weite digitale Lösung ist geplant, doch nach den Berichten frühestens ab 2029 oder 2030 zu erwarten. Für Urlaubsfahrten oder Dienstreisen ins Ausland bleibt die Plastikkarte also Pflicht.

Ebenfalls wichtig: Der digitale Führerschein ist während eines Fahrverbots, einer vorläufigen Entziehung oder einer behördlichen Verwahrung nicht zulässig. Wer in dieser Lage trotzdem fährt und sich auf den digitalen Nachweis beruft, riskiert ein Bußgeld. Die Regeln dazu sind in der Fahrerlaubnis-Verordnung festgehalten.

Was Sie jetzt schon vorbereiten können

Sie müssen nicht bis Ende November warten, um die Grundlagen zu schaffen. Prüfen Sie zuerst, ob die Online-Ausweisfunktion Ihres Personalausweises aktiviert ist. Viele Bürger haben die eID nie freigeschaltet oder die PIN verlegt. Beides lässt sich klären, bevor der Ansturm auf die neue Funktion beginnt: Die PIN können Sie bei Bedarf neu setzen lassen, und in der AusweisApp finden Sie den Status Ihrer eID.

Zweitens lohnt ein Blick auf Ihr Smartphone. Läuft noch eine sehr alte Betriebssystemversion, prüfen Sie, ob ein Update auf iOS 17 beziehungsweise Android 12 oder neuer verfügbar ist. Einige ältere Huawei-Geräte ohne Google-Dienste und bestimmte Motorola-Modelle werden laut den Berichten nicht unterstützt. Wenn Ihr Gerät NFC hat und die Version passt, sind Sie technisch bereit.

Drittens können Sie die i-Kfz-App schon jetzt installieren und sich mit dem digitalen Fahrzeugschein vertraut machen, falls Sie ein Fahrzeug angemeldet haben. So kennen Sie die App bereits, wenn der Führerschein dazukommt. Bewahren Sie die Plastikkarte trotzdem gut auf: Sie bleibt Ihr Rückhalt, etwa wenn der Akku leer ist, das Handy verloren geht oder Sie ins Ausland fahren.

Der digitale Führerschein ist damit ein kleiner, aber typischer Schritt der Verwaltungsdigitalisierung: ein Dokument weniger im Portemonnaie. Ob der Start Ende November reibungslos läuft, wird sich in den ersten Wochen zeigen. Wer seine eID und sein Handy jetzt vorbereitet, gehört zu den Ersten, die den neuen Nachweis nutzen können.

Frequently Asked Questions

Ab wann genau kann ich den digitalen Führerschein nutzen?

Nach der Bestätigung des Bundesverkehrsministeriums startet der digitale Führerschein Ende November 2026 in der i-Kfz-App. Ein exaktes Datum wurde bislang nicht genannt. Sobald die Funktion in der App freigeschaltet ist, können Sie den Nachweis mit Ihrer eID einrichten.

Brauche ich die Plastikkarte danach noch?

Ja, in zwei Fällen auf jeden Fall: im Ausland, wo der digitale Nachweis nicht gilt, und als Rückhalt, wenn Ihr Handy leer, defekt oder verloren ist. Innerhalb Deutschlands befreit Sie der digitale Führerschein von der Mitführpflicht, doch die Karte selbst bleibt gültig und wird nicht abgeschafft.

Was brauche ich zur Einrichtung des digitalen Führerscheins?

Sie brauchen ein NFC-fähiges Smartphone mit iOS 17 oder neuer beziehungsweise Android 12 oder neuer, die kostenlose i-Kfz-App und einen Personalausweis mit aktivierter Online-Ausweisfunktion plus sechsstelliger PIN. Nach der Einrichtung lässt sich der Nachweis auch offline auf dem Handy anzeigen.

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